Vogel- und Wolfswanderung

Vogelwanderung

Vögel faszinieren und inspirieren uns. Wer wollte nicht schonmal fliegen, wie ein Adler, sich höher und höher in die Lüfte schwingen und die ganze Welt unter sich überlicken.

Und oh Glückseeligkeit: das erste Amsellied im Frühjahr! Vorgetragen vom höchsten Wipfel, hallt es weit über Wiesen und Felder. Wer genießt es nicht, in zuversichtlicher Vorfreude auf den bevorstehenden Sommer.

 

Vögel sind die Wildtiere, die am nächsten zu uns Menschen leben: sie sind überall und damit leicht zu beobachten. Und wenn sie einmal nicht sichtbar sind, dann sind sie hörbar, vor allem im Frühjahr und Frühsommer.

Bereits auf den ersten Blick offenbaren Vögel ihre Einzigartigkeit: sie sind bunt, sie singen, sie besiedeln nahezu jede Landschaft auf der Welt und sie können fliegen, teilweise richtig weit und richtig hoch.

Mittlerweile kann auch die Forschung konstatieren: Vögel zu beobachten, ihnen zuzuhören, sie in unser Leben zu lassen, fördert die Gesundheit. Verschiedene groß angelegte Studien sowie Experimente zeigen, dass der Kontakt zu Vögeln, wie auch immer geartet

 

  • die psychische Gesundheit verbessert,
  • Stress reduziert und entspannend wirkt,
  • das Wohlbefinden und die Stimmung steigert,
  • Achtsamkeit und kognitive Erholung fördert,
  • die Naturverbundenheit stärkt.

 

Und weil sie wie wir Menschen vornehmlich tagaktiv sind, möchte ich Dir in einer Wanderung zeigen, wie einzigartig, lebendig und spannend die Vogelwelt ist.

Leichtes Lernen

Vögel schenken uns ein unglaubliches Spektrum an Lauten, Gesängen und Rufen und es kann zu Beginn sehr fordernd sein, Vogelstimmen auseinanderzuhalten, ihnen die jeweiligen Vögel zuzuordnen und Besonderheiten herauszuhören.

Dabei möchte ich mich vor allem, die sich schnell einstellende Überforderung im Blick, auf die gängigsten Vogelarten konzentrieren. Du wirst erstaunt sein, wieviel mehr es über Kohlmeise, Buchfink, Amsel und Co. zu erfahren gibt.

Dem optischen Wahrnehmen, möchte ich dafür das akustische zur Seite stellen. Was passiert, wenn wir uns still und achtsam dem Wald widmen? Die Ohren weit aufgesperrt. Wer ist zu hören? Was ist zu hören? Welche Assoziationen, welche Gefühle tauchen beim Zuhören auf?

Hier kommt die Natur als Ganzes ins Spiel: durch die multisensorischen Reize, die sie bietet (Gerüche, Geräusche, Texturen), den Raum den sie schafft und durch den wir uns bewegen, sowie natürlichen Kausalitäten die sie aufzeigt, werden Naturerfahrungen intuitiv wahrgenommen, emotional eingebettet und Analogien gebildet.

So können neue Erfahrungen effizient verknüpft und gespeichert werden.

Wie schön ist die Vorstellung, draußen spazieren zu gehen und nur durch die Wahrnehmung der Vogelstimmen zu wissen, wer genau da singt?!

Wir werden uns den unterschiedlichsten Fragen widmen:

  • Warum bleiben bestimmte Vogelarten im Winter hier?

  • Wie weit fliegen die, die ihre Brutgebiete in der kalten Jahreszeit verlassen?

  • Woher wissen sie, wohin sie fliegen sollen?

  • Wie sieht eine hungrige Amsel aus?

  • Warum fallen Vögel beim Schlafen nicht von den Ästen?

Und ich werde euch Werkzeuge an die Hand geben, wie Vogelstimmen und ihr Erscheinungsbild, durch assoziatives Lernen und visuell-emotionale Verknüpfung besser verinnerlicht und abgespeichert werden können.

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Wolfswanderung

Durch mein Leben am Waldrand und dem ständigen Draußensein, kam ich sehr schnell mit einem ganz besonderen Wildtier in Kontakt: dem Wolf.

Wolfbegegnungen ließen dieses Tier intensiv in mein Wahrnehmungsfeld rücken und weckten so in mir das große Interesse, mehr über die wilde Stammform des zweitbeliebtesten Haustieres zu erfahren, vor allem vor dem Hintergrund einer Jahrtausende währenden gemeinsamen Evolutionsgeschichte von Mensch und Wolf. Fortan laß ich alles, was ich zu diesem Tier in die Finger bekommen konnte. Darüber hinaus begann ich ein ganz eigenes Wolfsmonitoring: ich beobachtete, dokumentierte und erfasste Wolfsspuren, analysierte Trittsiegel und Kot und hielt alles in einer eigenen Karte fest.

 

Im Rahmen meiner Recherchen stieß ich auf ziemlich konträre Meinungen zum Wolf und seiner Wiederansiedelung in Deutschland, geprägt von starken Emotionen wie Wut und Angst aber auch von viel Engagement und Fürrede. Es ist ein sehr polarisierendes Thema, das Spektrum der Reaktionen groß.

Der Umgang mit diesem Tier in unserer Kulturlandschaft wurde und wird nicht alleine von seiner Biologie und Ökologie beeinflusst, sondern darüber hinaus von den sozio-kulturellen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen.

Worum wird es gehen?

Mir ist es wichtig, zu verstehen und ebenso zu vermitteln, welche Rolle der Wolf in der Beziehung zum Menschen, während der gemeinsamen Jahrtausende andauernden Geschichte spielte sowie aktuell in Europa und Deutschland spielt und darüber hinaus welche Relevanz er im Ökosystem hat.

Das kann nur über fakten- und studienbasiertes Wissen geschehen sowie über objektiven und wertschätzenden Meinungsaustausch. Beides möchte ich verständlich in meinen Wolfswanderungen vermitteln und anbieten.

Bei einer Wanderung durch die zauberhaften Wälder und Wiesen der Umgebung möchte ich Dir von diesem stark polarisierenden Wildtier erzählen, basierend auf vielen wissenschaftlichen Fakten und spannenden Informationen rund um das Leben des Wolfes.
Darüber hinaus möchte ich Fragen aufgreifen, die sich mit der Koexistenz von Wolf und Mensch befassen:
Wie ist ein Zusammenleben möglich? Welche Verhaltensweisen sind bei einer Wolfssichtung wichtig und angebracht? Welche Vorurteile gegenüber dem Wolf könnten abgebaut werden und wie kann ganz allgemein die gesellschaftliche Akzeptanz gesteigert werden?

Hier findest Du eine Übersicht der nächsten Termine

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